Am Sonntag dem 21.04.2013 ist es wieder so weit. Die weltbesten Marathonläufer treffen sich ein Jahr nach dem Olympiamarathon wieder zum vielleicht bestbesetzten Rennen der Saison, dem Virgin London Marathon. Eurosport Deutschland überträgt live im Fernsehen von 10-13:15 Uhr. Mo Farah wird dabei im Elitefeld den ersten Teil des Rennens als Training mitabsolvieren. Sonst darf man natürlich auf das Zusammentreffen von Patrick Makau (KEN), Geoffrey Mutai (KEN), Wilson Kipsang (KEN), Olympiasieger Stephen Kiprotich (UGA) und Tsegay Kebede (ETH) gespannt sein.
NYC Halbmarathon 2013 oder Wilson Kipsang gegen Bernard Lagat, der sein Halbmarathondebüt gibt. Weiters aus amerikanischer Sicht noch mit Dathan Ritzenhein und Abdi Abdirahman bzw. bei den Damen mit Sabrina Mockenhaupt (Mocki) und der Neuseeländerin Kim Smith.
Wilson Kipsang könnte mit einem Sieg einen deutlichen Vorsprung in der Marathon Major Serie 2012/2013 herausholen, jedoch muss er seine Qualitäten auf der hügeligen New York Strecke erst unter Beweis stellen. Mit Haile Gebrselassie und Geoffrey Mutai ist Wilson Kipsang jedoch bislang der einzige Läufer der 3 Zeiten unter 2:05 anbieten kann. NYRR | Beyond the Stats: Wilson Kipsang
New York bildet auch gleichzeitig den Abschluss der Marathon Majors 2011/2012. Bei den Herren hat bereits Geoffrey Mutai den Sieg in der Tasche mit (Sieger Boston & New York 2011, Sieger Berlin 2012). Bei den Frauen führt momentan noch Mary Keitany, die jedoch aufgrund von Verletzungssorgen für New York abgesagt hat, so können die Verfolgerinnen Edna Kiplagat und Sharon Cherop, die sich angeblich in einer sehr guten Form befindet, noch den Titel holen. World Marathon Majors 2011/2012 | Leaderboard Men World Marathon Majors 2011/2012 | Leaderboard Women
Nachdem Wilson Kipsang im Vorjahr den Weltrekord nur um 4s beim BMW Frankfurt Marathon verpasst hat, versucht es heuer der Weltrekordhalter Patrick Makau selbst. Aus deutscher Sicht wird Sören Kah versuchen seine 2:14:25 zu verbessern und Lisa Hahner gibt ihr Debüt auf der Marathonstrecke. Hessen Rundfunk (HR) überträgt am Sonntag dem 28.10.2012 live im TV von 10-14 Uhr (MEZ – Achtung Zeitumstellung nicht vergessen) und im Livestream von 10-16:30.
Andreas Vojta war beim Wachau Marathon als Tempomacher für den Halbmarathon mit dabei. Die Siegerzeit von Robert Langat mit 61:05 bedeutete neuen Streckenrekord.
International wurde an diesem Wochenende aber noch schneller gelaufen. In Philadelphia gewann Paris Marathonsieger Stanley Biwott in 60:03. Der US-Amerikaner Dathan Ritzenhein zeigte mit 60:57 und Platz 3 eine ansprechende Leistung. Bei den Frauen gewann die heurige Boston Marathon Siegerin Sharon Cherop in 1:07:21. Mare Dibaba folgte auf Platz 2 mit 1:07:44. IAAF | Biwott and Cherop dominate at Philadelphia Half Marathon
Und noch ein bisschen schneller war der Olympiadritte Wilson Kipsang beim Great North Run mit 59:06. Er gewann im Zielsprint 1s vor Micah Kogo. Imane Merga folgte in 59:46 auf Platz 3. Guter 6.ter wurde der Brite Chris Thompson mit 61:00. Bei den Frauen gewann Debütantin Tirunesh Dibaba in 1:07:35 vor Edna Kiplagat (1:07:41) und Marathon Olympiasiegerin Tiki Gelana (1:07:48). Die Strecke beim Great North Run ist aber aufgrund zu großen Gefälles nicht für die Rekordlisten tauglich. IAAF | Dibaba and Kipsang take Great North Run victories
Ein nettes Interview über den nunmehr selbsternannten Olympiafavoriten gibt es auf letsrun.com:
Besonders beeindruckend beim London Marathon war der Abschnitt zwischen 20-25km der in 14:09 zurückgelegt wurde! Beim Frauenrennen drückte Mary Keitany auf den letzten 10km gehörig auf die Tube, diese wurden in ca. 31:40 absolviert!
Ich hatte vor 3 Jahren glücklicherweise die Gelegenheit mit Wilson beim gemütlichen Chai mit Wilson und seinem Freund Elias Maindi (2-facher Linz Marathon Sieger) zu plaudern. Damals war er noch ein „relativ unbekannter“ Halbmarathonläufer mit einer Bestzeit von 59:16 die er im Herbst 2008 in Neu Dehli gelaufen ist. Das reichte jedoch mit 1s Rückstand nur für Platz 2. Eine Woche nach unserem Gespräch steigerte er seine Bestzeit auf 58:59, aber auch diesmal ging sich der Sieg nicht aus, aber beim Ras al-Khaimah lässt sich auch mit Platz 2 (hinter einem gewissen Patrick Makau Musyoki) sehr gutes Geld verdienen. Der gute Wilson war auch damals schon recht schlagfertig. Auf die Frage ob wir in fotografieren dürfen, meinte er, nur wenn er auch darf und schon zückte er seine Handykamera. 😉 Eine weitere Frage war was er morgen (Sonntag) trainieren wird, darauf meinte er nur Sonntag ist natürlich frei, die Arbeit geht erst am wieder Montag weiter. Und natürlich konnten wir uns auch die Frage nach seinem ersten Marathonstart nicht verkneifen. Damals war er noch der Ansicht, solange ein gewisser Haile Gebrselassie so stark läuft, macht ein Marathon keinen Sinn. Im selben Jahr 2009 war Kipsang dann in Wien Tempomacher bis km 30, wurde bei der Halbmarathon WM 4.ter bevor er 2010 in Paris sein Marathondebut mit 2:07:13 und Platz 3 feierte. Seine nachfolgenden vier Marathons (Frankfurt 2010 2:04:57, Lake Biwa 2011 2:06:38, Frankfurt 2011 2:03:42, London 2012 2:04:44) beendete jeweils als Sieger. Voriges Jahr gewann er zwischendurch auch den Kärnten läuft Halbmarathon in 1:02:20.
Nach dem eher enttäuschenden Hitzemarathon am Montag in Boston sind nun alle internationalen Marathonaugen auf London gerichtet. Vor allem für die Kenianer ist das Rennen im Hinblick auf die Olympiaqualifikation besonders wichtig, nachdem Geoffrey Mutai in Boston gepatzt hat.
Vorschau London Marathon 2012 von Renndirektor David Bedford – Elite Männer:
Interessanterweise wird ein sehr heißer Kandidat Wilson Kipsang Kiprotich im Interview nicht namentlich erwähnt. Weitere Topstars neben den genannten sind Jaouad Gharib, Marilson Dos Santos und Zersenay Tadese.
Vorschau London Marathon 2012 von Renndirektor David Bedford – Elite Frauen:
Bei den Frauen sollte man auch die Vorjahreszweite von Chicago Ejegayehu Dibaba nicht vergessen.
Als vor und Parallelprogramm zum London Marathon 2012 läuft auch der Linz Marathon 2012 live auf ORF Sport+. Übertragungsstart ist um 08:25-12:00. Auf ORF1 gibt es von 18:45-18:58 die Highlights zu sehen. Beim Marathon versuchen ja Christian Pflügl und Markus Hohenwarter, doch ohne Tempomacher Günther Weidlinger (siehe Homepage Christian Pflügl), das Olympialimit zumindest zu attackieren. Aus kenianischer Sicht wird natürlich alles versucht den Streckenrekord zu brechen und Linz wieder zum schnellsten Marathon Österreichs zu machen (wird aber vermutlich sehr schwer).
Beim Halbmarathon sind die Augen natürlich auf das Zugpferd Viktor Röthlin gerichtet der aber nach Tokio, laut Paris Marathon Übertragung auf Eurosport, eine 3-wöchige Pause eingelegt hat und erst wieder langsam in Schwung kommt. Die richtige 14-wöchige Marathonvorbereitung wird erst nach dem Linz Marathon Anfang Mai gestartet. Gespannt darf man aus österreichischer Sicht (vor allem nachdem Martin Pröll seine Karriere beendet hat) auf Florian Prüller sein.
Und Andrea Mayr bekommt ihr eigenes Rennen über 10km auf AIMS-vermessener Strecke um ihren ÖLV-Rekord von 33:12 zu attackieren.
Und einen weiteren guten Artikel gibt es über den 1500m Läufer Nixon Chepseba der ebenfalls in Iten, aber bei Brother Colm O’Connell in der St. Patrik’s School trainiert. Capitalfm | Chepseba out to bask in Olympics sunshine
Im Vorjahr holte sich Mary Keitany hier mit 1:05:50 den Weltrekord. Bei den Männern gelang das bislang nur Sammy Wanjiru 2007 mit 58:53, aber auch einige andere Athleten wie Patrick Makau (58:52) oder Wilson Kipsang (58:59) haben hier ihre Bestzeiten aufgestellt bevor sie zu den besten Marathonläufern der Welt wurden.
Bei den Frauen dürfte Keitany laut Startliste, wenn sie ihre Form vom Vorjahr hat, ungefährdet sein. Bei den Männern darf man vermutlich ein sehr spannendes Rennen erwarten. Mit Wilson Kipsang steht der 2. schnellste offizielle Marathonmann am Start (Frankfurt 2011 2:03:42). Geoffrey Mutai (beide gemanaged von Volaresports/Gerard van de Veen) hält aber als schnellster nicht Offizieller mit 2:03:02 in Boston gut dagegen und schließlich hat er im November den New York Marathonstreckenrekord um mehr als 2:30 verbessert! Hinzu kommt auch noch der Amsterdam und Rotterdam Gewinner Wilson Chebet, Bernard Kipyego, (alle KEN) und starke Äthiopier mit Tsegay Kebede, Lelisa Desisa, Azmeraw Bekele und Feyisa Lelisa.
Insgesamt stehen 9 Männer mit Bestzeiten unter 60 Minuten am Start. Bei den Frauen sind es bislang 8 unter 70 Minuten.
My good friend Francis has been working on a documentary for the last 4 years. The documentary investigates Kenyan runners and how against all odds a the small town of ITEN produces the best world class runners seen worldwide. This is a teaser trailer I made for him to the promotion for the film rolling.