Und auch am ersten Mai Wochenende gibt es einen eventuell interessanten Marathon. Vorjahressieger Patrick Terer trifft beim Prag Marathon auf den Vorjahressieger Peter Kirui des Halbmarathons in Prag (59:22) und auch Pacemaker des Marathons bis 30km. Weitere Männer mit Bestzeiten unter 2:08 sollten ebenso im Feld sein.
This is as good as it gets, könnte man fast meinen. Auch nach der verletzungsbedingten Absage von Kenenisa Bekele, sind nahezu alle aktuellen Marathon Topprotagonisten in der Startliste zu finden. Der aktuelle Weltrekordler Dennis Kimetto trifft auf den Vorjahressieger und ehemaligen Weltrekordler Wilson Kipsang, sowie auf den zweitschnellsten Mann der Welt Emmanuel Mutai und seinem Namensvetter Geoffrey Mutai. Nicht aus den Augen lassen, sollten diese 4 Kenianer aber vor allem nicht den 5000m Weltmeister von 2003 und aktuellen Chicago Marathon Sieger Eliud Kipchoge. Das trotzdem ganz ein anderer gewinnt scheint ungewöhnlich, aber könnte angesichts der Startliste trotzdem der Fall sein, da insgesamt 8 Läufer mit Bestzeiten unter 2:05 am Start stehen.
Bei den Frauen geht es (medial) vor allem um die „Fanatastic Four“ allesamt aus Kenia. Vorjahressiegerin Edna Kiplagat trifft auf die aktuelle New York Siegerin Mary Keitany und Halbmarathonweltrekordlerin + ehemalige Berlin Marathon Siegerin Florence Kiplagat und Priscah Jeptoo einer ehemaligen London Marathon Siegerin. Auch hier darf man nicht unbedingt von einem Sieg einer der vier Damen ausgehen, denn 10 Athletinnen mit Bestzeiten bis 2:22:09 stehen am Start.
Männer Preview mit dem langjährigen Renndirektor David Bedford:
Frauen Preview mit dem langjährigen Renndirektor David Bedford:
TV + Livestream 26.04.2015 ab 9:30 bzw. 10 Uhr MESZ
Die Frauenelite startet um 10:20 Uhr MESZ, die Männerelite folgt um 11:10 Uhr MESZ. Im deutschsprachigen Raum überträgt Eurosport den Marathon live von 10-13:15. Auf BBC gibt es eine ausführlichere Berichterstattung. BBC Two startet bereits von 9:30-11 Uhr MESZ. Danach übernimmt BBC One von 11-15:30 Uhr. Highlights vom Marathon werden von 19-20 Uhr auf BBC Two gezeigt.
Während beim London Marathon das ganz große Marathonspektakel mit vielen derzeitigen Marathongrößen erwartet wird, geht es auch in Hamburg zum 30.ten Mal zur Sache. Spannend wird es dabei vor allem für die deutsche Elite. Bei den Frauen will Sabrina Mockenhaupt aufzeigen, bei den Herren gibt Steffen Uliczka sein Marathondebüt, während Julian Flügel seine aufgestellte Bestzeit (2:14:20) weiter verbessern möchte. Viele weitere deutsche Topläufer werden natürlich am Start sein. Arne Gabius und Mona Stockhecke werden in Staffeln am Start sein.
International gesehen haben Feyisa Bekele sowie die Kenianer Micah Kogo, Philemon Rono, Lucas Rotich und John Mwangangi den Streckenrekord (2:05:30) von Eliud Kipchoge, der in London läuft, bei guten Bedigungen im Visier. Mit dabei ist auch der starke Brasilianer Marilson Dos Santos.
Auch bei den Frauen sind mit Georgina Rono und Meseret Hailu Läuferinnen mit sehr guten Bestzeiten am Start. Persönlich gespannt bin ich auf das Marathondebüt von Sylvia Kibet, der WM Zweiten über 5000m von Daegu 2011.
Am Vortag des 35. London Marathon gibt es eine 40-minütige Dokumentation über Paula Radcliffe mit dem Titel, „Paula Radcliffe: The Marathon and Me“ auf BBC One.
Nach dem ersten Major Marathons in der heurigen Saison in Tokio geht es am Montag dem 20. April 2015 zum traditionellen Boston Marathon. Im Männerfeld bekommt es Vorjahressieger Meb Keflezighi mit starker Konkurrenz zu tun. Neben dem ehemaligen Weltrekordler Patrick Makau (2:03:38), der sich in Boston wieder zurück in Rampenlicht bringen möchte, stehen vier weitere Athleten (Lelisa Desisa, Yemane Tsegay, Tadese Tola, Gebre Gebremariam) mit Bestzeiten unter 2:05 am Start. Hinzu kommen mit Abel Kirui und Wilson Chebet noch zwei Läufer unter 2:06. Gespannt darf man auch sein, ob Halbmarathonweltmeister Zersenay Tadese erstmals eine der Halbmarathonzeit entsprechende Marathonperformance abliefern kann.
Bei den Frauen wird (natürlich) großes von Shalane Flanagan (2:21:14) erwartet. Sie bekommt es allerdings gleich mit 9 weiteren Frauen mit Bestzeiten unter 2:23 zu tun. Die vier Äthiopierinnen Mare Dibaba (2:19:52), Buzunesh Deba (2:19:59), Aberu Kebede (2:20:30) und Shure Demise Ware (2:20:59) für das Feld vor der Amerikanerin an.
Nachdem Lisa Hahner aufgrund eines Ermüdungsbruchs ihren Start absagen musste, bleibt von Deutschlands Elite nur noch Falk Cierpinski übrig. Dieser haderte jedoch mit einer Verkühlung und geht daher ohne große Erwartungen in das Rennen.
NDR überträgt den Marathon, wie im Vorjahr, live von 08:50-12 Uhr MESZ. Tim Tonder sowie Jan Fitschen werden den Marathon voraussichtlich kommentieren.
Andrea Mayr (SVS-Leichtathletik) soll sich in einer hervorragenden Verfassung befinden und geht über die Halbmarathondistanz an den Start. Im Viertelmarathon startet Anita Baierl (TUS Kremsmünster), die zuletzt mit einem tollen Halbmarathon in Berlin aufgezeigt hat.
Auf der klassischen Distanz werden die Staatsmeisterschaften ausgetragen. Bei den Frauen wird ein Duell zwischen Cornelia Köpper (Tristyle Runners) und Karin Freitag (LG-Decker Itter) erwartet, wobei über alle Altersklassen hinweg nur 28 Teilnehmerinnen gemeldet sind. Bei den Männern finden sich 126 Teilnehmer auf der Meldeliste. Die Liste wird vom Vorjahresmeister Edwin Kemboi (LAC Klagenfurt) angeführt, der bereits das WM Ticket in Dubai gelöst hat. An klarer zweiter Stelle der Meldeliste steht Robert Gruber (Kolland Topsport Gaal).
Interessante Bilder zu „Bekele“ und „Sugut“ wurden in dieser Videovorschau gezeigt, wo auch Günther Weidlinger und Anita Baierl interviewed wurden:
TV + Livestream – 19.04.2015 ab 08:45 MESZ
ORF Sport Plus überträgt den Marathon am Sonntag dem 19. April in voller Länge von 08:45-12:45. Günther Weidlinger steht laut den aktuellen ÖLV Nachrichten als Co-Kommentator bereit.
ORF 1 zeigt um 19:45 eine 10-minütige Zusammenfassung.
Anita Baierl (TUS Kremsmünster) holte sich erwartungsgemäß den Sieg im Viertelmarathon der Frauen mit neuem Streckenrekord von 35:33.
Andrea Mayr (SVS-Leichtathletik) bestätigte ihre gute Trainingsform im Halbmarathon und siegte mit neuem österreichischen Rekord von 1:11:34.
Edwin Kemboi (LAC Klagenfurt) wiederholte seinen Staatsmeistertitel vom Vorjahr heuer in 2:21:03. Auf Platz 2 landete Robert Gruber (Kolland Topsport Gaal) in 2:27:47. Wolfgang Wallner (LAG NÖ Mitte) komplettierte das Podium in 2:32:14.
Bei den Frauen gab persönliche Bestleistungen für die Staatsmeisterin Karin Freitag (LG Decker Itter) in 2:42:32 und ihre erste Verfolgerin Cornelia Köpper (Tristyle Runners) in 2:43:10. Platz 3 sicherte sich die „verhältnismäßig junge“ Julia Grafenberger (LAC Amateure Steyr) in 2:53:03, vermutlich ebenfalls mit einer Bestzeit.
Und auch abseits der Straße gibt es über die 100m Hürden von Beate Schrott (Union St. Pölten) einen guten Saisoneinstieg zu vermelden. Was die „windige Zeit“ wirklich wert ist und ob das WM Limit bereits in den nächsten Wettkämpfen fallen wird, darf man gespannt abwarten. ÖLV | Beate Schrott mit Spitzenzeit bei zu viel Wind in Florida
Die beiden Vorjahressieger Getu Feleke und Anna Hahner sind auch heuer wieder im Feld des Vienna City Marathon zu finden. Bei den Männern wird der Österreicher Christian Pflügl (SK VOEST) versuchen, seine Bestzeit möglichst nahe an das WM Limit (2:15) zu drücken. Mit dabei sind auch die aus österreichischer Sicht starken Marathonläufer Roman Weger-Tramoy, Christian Robin (LC Villach) und Simon Lechleitner (LG Decker Itter), sowie der ehemalige Biathlet Christoph Sumann.
Bei den Frauen bekommt es Anna Hahner vor allem mit Fate Tola (PB 2:25:14) und der Vorjahreszweiten Caroline Chepkwony zu tun. Insgesamt scheint das Feld bei gutem Verlauf allerdings schon auf einen möglichen Podestplatz der Deutschen zugeschnitten zu sein. Mit dabei ist auch die Schweizerin Maja Neuenschwander.
Ebenfalls am Sonntag finden mit dem Rotterdam Marathon und dem Paris Marathon zwei weitere bekannte Marathons in Europa statt.
Die kompletten Elitefelder können unter folgendem Link abgerufen werden (für die Männer einfach auf Suchen klicken, für die Frauen zuerst „Sortiert nach“ auf Startnummer stellen).
Am Vortag zum Vienna City Marathon waren bereits die „Juniors“ über ca. 4km am Start. Besonders in den letzten Jahren hat sich dieses Rennen auch als kleines Prestigerennen unter den besten Österreichern entwickelt. So gewann heuer Maximilian Fridrich (ÖTB Salzburg) in 12:13 vor Stefan Schmid (SVS-Leichtathletik) in 12:15 und Markus Kopp (LT Breitenbach). Bei den Mädchen gewann Lena Millonig (ULC Riverside Mödling) in 13:45 vor Katharina Koitz (SK Rückenwind) in 13:48 und Julia Praxmarer (LG Decker Itter) in 14:01. Die vollständigen Ergebnisse findet ihr etwas weiter oben.
7 Athleten mit Bestzeiten unter 2:07 stehen am Start. Die Details zum Elitefeld findet ihr unter folgendem Link. Ebenfalls am Sonntag finden mit dem Vienna City Marathon und dem Rotterdam Marathon zwei weitere bekannte Marathons in Europa statt.